Wallfahrtsbasilika Maria Taferl - Ein spiritueller Ort
2010 - 350 Jahre Basilika Maria Taferl

Am Anfang waren ein heidnischer Opferstein und eine dürre Eiche, auf die, mit Beginn der Christianisierung, eine Tafel und ein hölzernes Kreuz genagelt wurde.

Die Wurzel für eine Beteutung von Maria Taferl als Wallfahrtsort liegen der Legende nach im 17. JHdt. und basieren auf wundersame Begebenheiten bei der Eiche:
Ein schwerverletzter Viehhirt wurde sofort geheilt, ein ortsansässiger Richter von seine tiefen Depressionen befreit. Bewohner der Umgebung berichten in den folgenten Jahren von Engelserscheinungen.

Am 17. März 1660 wurde der Platz für die Kirche abgesteckt. Die Eiche sollte stehen bleiben und in den Hochaltar einbezogen werden, mit dem Gnadenbild als Altarbild. Die Kirche sollte nicht wie sonst gewöhnlich von Osten nach Westen, sondern von Norden nach Süden gerichtet sein, mit der Hauptfront und den Türmen ins Donautal hinabblicken.

Am 4. April im Jahre 1661 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Baumeister Georg Gerstenbrandt, der auch den Plan entwarf, wurde mit der Ausführung betraut. 64 Jahre wurde daran gebaut. Am 29. Juni 1724 erfolge die Einweihung der Kirche durch den Bischof von Passau.

Der Grundriss ist ein Kreuz, der Baustil barock. An der Südseite, die zum Donautal hinabblickt, erheben sich zwei mächtige Türme ungefähr 58 m hoch. Durch das Hauptportal gelangt man in das Innere der Kirche. Man sieht an dem Gewölbe, das sich auf mächtigen Pfeiler stützt, wunderbare Freskengemälde. Geht man weiter vor, so ist an der linken Seite, die reich verzierte vergoldete Kanzel zu sehen. In der Mitte der Kirche erhebt sich eine Kuppel, die von Jakob Prandtauer gebaut wurde. Im Seitenschiff ist beiderseits ein Altar und zwei Statuen: eine von der heiligen Dreifaltigkeit und eine andere, eine Nachahmung des Gnadenbildes. Nun kommt man zum Hauptaltar. Dieser ist reich verziert, links und rechts stehen einige Säulen, in der Mitte ist die Eiche. In dieser ist das Gnadenbild umgeben von goldenen Strahlen.

 

Besonderheiten in der Basilika Maria Taferl

Schatzkammer
Die Schatzkammer ist ein herrlicher Raum, in buntem, volkstümlichen Barock ausgemalt, und mit Fresken, die an der Decke Erscheinungen der Ursprungsgeschichte, an den Wänden aber wunderbare Heilungen und Rettungen darstellen. Die Kästen, von Porr 1665 gefertigt, sind mit vielen alten Votivgaben und Bildern gefüllt. Bemerkenswert eine vergoldete Pietá, die bei Prozessionen mitgetragen wird, zwei Hinterglasbilder, barocke Reliquien, ein Pluviale aus dem Brautkleid der Kaiserin Elisabeth und Messgewänder, von Mitgliedern des Kaiserhauses selber gefertigt oder gespendet.


Vergoldete Kanzel
Ein Prunkstück ist die ganz vergoldete Kanzel von 1727, ein Werk des St. Pöltner Tischlers Matthias TEMPE, nach einem Vorbild der Passauer Domkanzel. Die Figuren auf der Kanzel stellen die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes dar. Sie sind Originalschöpfungen von Petrus Widering.

Linktipp:

www.basilika.at

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