Pilgern am Jakobsweg
Auf dem Jakobsweg pilgern seit dem Mittelalter Christen nach Santiago de
Compostela zum Grabmahl des Hl. Jakob. Ausgangspunkt des österr. Jakobswegs ist
die Hainburger Pforte. Von dort folgt der Weg donauaufwärts den Spuren der von
den Römern erbauten Donaulimesstraße durch Wien, über Linz und Innsbruck bis
Feldkirch. Von Wien bis Santiago de Compostela sind 3.200 km zurückzulegen. Der
Weg zwischen Göttweig und Melk ist rund 44 km lang und ist in ca. 12 Stunden zu
bewältigen.
Neben vielen prachtvollen Stiften, Klöstern und Kirchen
liegen an diesem Abschnitt auch die beiden berühmten Benediktinerstifte
Göttweig und Melk . Sie
sind zwei leichte Tagesmärsche voneinander entfernt.
Die beiden
Benediktinerstifte am Beginn und Ende der Wachau - seit 2000
Weltkulturerbe - gehören mit zu den wichtigsten Stationen des
österreichischen Jakobswegs. Weitere Stationen entlang der Strecke sind die
Wallfahrtskirche Maria Langegg, die Burgruine Aggstein sowie die Hammerschmiede
und die Kartause in Aggsbach.
Nach Stift Melk führt der Weg über Leiben
- Artstetten auch nach Maria Tafer und weiter nach Ybbs.
Die
Wiederbelebung des österreichischen Teilstücks geht auf die Initiative des
Waldzellinstituts zurück. Diese Initiative folgt einem Trend zum spirituellen
Wandern, der sich seit mehreren Jahren abzeichnet und zu einer Belebung auch
anderer Pilgerwege geführt hat.
Entlang des österreichischen
Streckenabschnitts kann man sich an speziellen Stationen über den gesamten
Jakobsweg informieren.
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