/ Hotel  /  Kultur & Freizeit  /  Basilika Maria Taferl

Wallfahrtsbasilika Maria Taferl

Ein spiritueller Ort – seit über 350 Jahren

Am Anfang standen ein heidnischer Opferstein und eine dürre Eiche, auf die mit Beginn der Christianisierung eine Tafel und ein hölzernes Kreuz genagelt wurden.

Die Wurzeln für eine Bedeutung von Maria Taferl als Wallfahrtsort liegen der Legende nach im 17. Jh. und basieren auf wundersame Begebenheiten bei der Eiche:
Ein schwer verletzter Viehhirt wurde sofort geheilt, ein ortsansässiger Richter von seine tiefen Depressionen befreit. Bewohner der Umgebung berichteten in den folgenden Jahren von Engelserscheinungen.

Am 17. März 1660 wurde der Bauplatz für die Kirche abgesteckt. Die Eiche sollte stehen bleiben und in den Hochaltar einbezogen werden, mit dem Gnadenbild als Altarbild. Die Kirche sollte nicht wie sonst gewöhnlich geostet, sondern in nordsüdlich ausgerichtet sein, mit der Hauptfront und den Türmen ins Donautal hinabblicken.

Am 4. April im Jahre 1661 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Baumeister Georg Gerstenbrandt, der auch den Plan entworfen hatte, wurde mit der Ausführung betraut. 64 Jahre wurde daran gebaut. Am 29. Juni 1724 erfolge die Einweihung der Kirche durch den Bischof von Passau.

Der Grundriss ist kreuzförmig, der Baustil barock. An der Südseite, die zum Donautal hinabblickt, erheben sich zwei mächtige Türme ungefähr 58 m hoch. Durch das Hauptportal gelangt man in das Innere der Kirche. Man sieht an dem Gewölbe, das sich auf mächtige Pfeiler stützt, wunderbare Freskengemälde. Bewegt man sich weiter in den Innenraum hinein, so ist an der linken Seite, die reich verzierte, vergoldete Kanzel zu sehen. In der Mitte der Kirche erhebt sich eine Kuppel, die von Jakob Prandtauer gebaut wurde. Im Seitenschiff stehen ein Altar und zwei Statuen: eine stellt die Heilige Dreifaltigkeit dar, bei der anderen handelt es sich um eine Kopie des Gnadenbildes. Nun kommt man zum Hauptaltar. Dieser ist reich verziert, links und rechts stehen einige Säulen, in der Mitte ist die Eiche. In dieser befindet sich das Gnadenbild, umgeben von goldenen Strahlen.

Besonderheiten in der Basilika Maria Taferl

Schatzkammer
Die Schatzkammer ist ein herrlicher Raum, in buntem, volkstümlichem Barock ausgemalt. An der Decke zeigen die Fresken Erscheinungen der Gründungsgeschichte, an den Wänden wunderbare Heilungen und Rettungen. Die Kästen, von Porr 1665 gefertigt, sind mit vielen alten Votivgaben und Bildern gefüllt. Bemerkenswert eine vergoldete Pietá, die bei Prozessionen mitgetragen wird, zwei Hinterglasbilder, barocke Reliquien, ein Pluviale (zum Messgewand gehöriger Mantel) aus dem Brautkleid der Kaiserin Elisabeth und Messgewänder, die von Mitgliedern des österreichischen Kaiserhauses selber gefertigt oder gespendet wurden.

Vergoldete Kanzel
Ein Prunkstück ist die ganz vergoldete Kanzel von 1727, vom St. Pöltner Tischlers Matthias TEMPE, nach dem Vorbild der Passauer Domkanzel geschaffen. Die Figuren auf der Kanzel stellen die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes dar. Sie sind Originalschöpfungen von Petrus Widering.

Anlässlich der 350-Jahr-Feier der Basilika Maria Taferl wurde diese – inklusive Schatzkammer und Bibliothek – in 10-jähriger, mühevoller Arbeit renoviert.
Die Einweihung des neuen Altars erfolgte am 12. September 2010 im Rahmen eines Festaktes durch Diözesanbischof DDr. Klaus Küng.

websLINE-Professional (c)opyright 2002-2019 by websLINE internet & marketing GmbH