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Burgen und Schlösser entlang der Donau

Maria Taferl ist ein sehr guter Ausgangspunkt für eine Besichtigungstour der zahlreichen Burgen, Schlösser und anderer historischer Gebäude in der Wachau und den Nachbarregionen. Viele Schlösser, wie Dürnstein oder die Burgruine Aggstein, liegen direkt an der Donau und können auch kombiniert mit einer Schifffahrt besichtigt werden.

Schloss Artstetten

Schloss Artstetten liegt hoch über der Donau, unweit der Stadt Melk, am Tor zur Wachau. Von einem verträumten Park umsäumt, bietet es eine märchenhafte Kulisse für die Erlebbarkeit schicksalhafter Jahre Österreichs und Europas.

Der Besucher erfährt den schmalen Grat zwischen Glück und Leid, Leben und Tod und tritt ein in die facettenreiche Welt des politischen Denkers, Reformers, Sammlers, aber vor allem auch Familienvaters Erzherzog Franz Ferdinand.

Schloss Artstetten blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Es diente als Familiensitz und Sommerresidenz der kaiserlichen Familie und wurde zur letzten Ruhestätte für Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin, Sophie Herzogin von Hohenberg, die beide 1914 in Sarajevo einem der schicksalhaftesten Attentate der Weltgeschichte zum Opfer fielen.

Der architektonisch reizvolle Bau, der urkundlich erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt wird, wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgestaltet, bis er seine heutige endgültige Form fand: ein quadratischer Mittelbau flankiert von sieben charakteristischen Türmen.

Die Dauerausstellung „Für Herz & Krone“ gewährt einen Blick in die facettenreiche Welt Franz Ferdinands und seiner Familie.
Der Besucher findet hier aber auch Erholung und Unterhaltung – auf der herrlichen Terrasse mit Blick in den weitläufigen Park sowie im Museumsshop mit seinem bunten Sortiment.

Pöggstall

Schloss Pöggstall beherbergt die einzige in Österreich im Original erhaltene Folterkammer sowie ein Museum zur Geschichte der Rechtsprechung.

Ursprünglich der Form einer Wasserburg angelegt, diente die im 13. Jahrhundert entstandene frühgotische Burg dem Herrschergeschlecht der Maissauer als Wohnsitz und Wehranlage. 1478 begannen mit dem Erwerb der Burg durch Kaspar von Rogendorf zahlreiche Bautätigkeiten. Durch Bau- und Kunstwerke wie Wandmalereien, Statuen und Altäre erhielt das Schloss seine bis heute erhabene Gestalt und seinen Schmuck. Einige Pläne für das Schloss sollen vom Nürnberger Maler Albrecht Dürer stammen.
Die bis zum heutigen Tage erhaltene Folterkammer wurde 1593 errichtet, um nicht geständigen Zeitgenossen einige Worte zu entlocken. Zwischen 1795 und 1919 befand sich das Schloss im Besitz der Habsburger, anschließend bis 1986 im Besitz der Republik Österreich. Heute gehört die Anlage der Gemeinde Pöggstall.

Der neu gestaltete Schlossgarten mit verschiedenen Prangersäulen und anderen steinernen Zeugen der Vergangenheit sowie der idyllische Schlossteich laden zum Ausspannen ein.

Dürnstein

Einst thronte Burg Dürnstein, die Hauptburg der Kuenringer, auf einem Felsen hoch über der Donau. Die Gefangennahme von Richard Löwenherz im Jahr 1192 und seine Haft auf Burg Dürnstein schrieb Geschichte. Seit dem 17. Jahrhundert dem Verfall preisgegeben, ist die Ruine Dürnstein heute ein beliebtes Ausflugsziel in der Wachau.

Erbaut wurde Burg Dürnstein von Albero III. von Kuenring Mitte des 12. Jahrhunderts und war lange Jahre die Hauptburg der Kuenringer. Berühmt würde sie durch die Gefangennahme des englischen Königs Richard Löwenherz. Nach seiner Teilnahme am 3. Kreuzzug wurde Richard Löwenherz auf dem Heimweg in Österreich festgenommen und bis zu seiner Auslieferung an den deutschen Kaiser Heinrich IV. auf Burg Dürnstein (Dez. 1192–März 1193) gefangen gehalten.

Nahezu 500 Jahre lang lag Burg Dürnstein uneinnehmbar auf dem Felsen über der Donau und trotzte allen Angreifern. Selbst der großen Belagerung im Jahr 1458 durch Kaiser Friedrich III. leisteten ihre Bewohner erfolgreich Widerstand. Dem Angriff der Schweden im Jahr 1645 konnte Burg Dürnstein jedoch nicht mehr standhalten und wurde bis auf die Grundfeste zerstört. Heute ist die Ruine Dürnstein ein beliebtes Ausflugsziel in der Wachau.

Wandert man den Pfad zur Ruine Dürnstein entlang, verändert sich mit jedem Schritt der Ausblick auf das von Weinhängen umrahmte Donautal. Von wuchtigen Felswänden und anmutigen Blumen und Sträuchern gesäumt, geht der Weg hinauf zu den Überresten der geschichtsträchtigen Wehranlage, die bereits nach ihrer Zerstörung 1645 endgültig dem Verfall preisgegeben wurde.

Weiter sehenswert: das Schloss Dürnstein, das Stift Dürnstein und die romantische Altstadt mit dem schönen Stadttor.

Es bietet sich an, den Ausflug zur Ruine Dürnstein mit einer Schifffahrt auf der Donau zu kombinieren. Von April bis Oktober: Tägliche Linienschifffahrt zwischen Melk und Krems.

Rosenburg

Die im 12. Jahrhundert erbaute Rosenburg im Waldviertel zählt zu den schönsten Renaissanceschlössern Österreichs.

Die Rosenburg wurde im 12. Jahrhundert an einer strategisch vorteilhaften Position errichtet. Noch im Mittelalter war das Waldviertel ein Teil des großen Nordwaldes, dem Kamp kam eine bedeutende Stellung als Verkehrsanbindung an die naturgegebene Verkehrsader Donau zu.

Vor rund 1000 Jahren begann die Besiedelung dieses schwer zugänglichen Gebietes unter der Führung der babenbergischen Markgrafen. 1175 findet man die Rosenburg im Waldviertel erstmals urkundlich erwähnt. Als Besitzer wird ein Godezwin de Rosenberc genannt, der gleichzeitig Namensgeber für die Rosenburg war. Im 16.Jahrhundert wurde die Rosenburg zu einem prächtigen Renaissanceschloss umgebaut, seit 1681 ist sie im Besitz der Familie Hoyos.

Nicht nur von außen beeindruckt Schloss Rosenburg – im Inneren bekommen Besucher kostbare Möbel, Bilder und andere Kunstgegenstände zu sehen. Ein Besuch des Marmorsaals, der Bibliothek und der Schlosskapelle vermittelt eine Ahnung von der früheren Bedeutung und dem ehemaligen Glanz der Rosenburg.

Ein einmaliges Erlebnis für Kinder aber auch erwachsene sind die täglich um 11:00 und 15:00 Uhr stattfindenden Freiflugvorführungen des Renaissancefalkenhofs Rosenburg.

Schallaburg

Etwa 20 km von Maria Taferl entfernt liegt die Schallaburg, eines der schönsten Renaissanceschlösser nördlich der Alpen.

Errichtet wurde die Schallaburg von der Familie der Sighardinger in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Benannt ist sie nach dem gleichnamigen Bach. Erst unter der Herrschaft von Christoph von Losenstein begann die großartige Aus- und Umbauphase, die aus der wehrhaften Feste ein elegantes Schloss machte.

Nach dem plötzlichen Tod von Christoph von Losenstein 1558 setzte sein Sohn, Hans Wilhelm, das Werk des Vaters fort.

Sehenswert sind der aus dieser Epoche (16. Jh.) stammende zweigeschossige, mit Terrakotten geschmückte Arakadengang, die romanische Wohnburg sowie die gotische Kapelle der Schallaburg.

Die Gartenanlage im Schlosspark der Schallaburg ist dem Manierismus verhaftet. Das aus 1600 Einzelstücken zusammengesetzte Terrakottamosaik der Schallaburg zeigt eine lebendige Szenerie, die von Fabelwesen, mythologischen Figuren, Göttern, Masken und Fratzen bevölkert wird.

Auf besonderes Interesse stoßen die jährlich wechselnden kulturgeschichtlichen und archäologischen Ausstellungen auf der Schallaburg, die jeweils von Mai bis November täglich geöffnet sind.

Aggstein

Am rechten Donauufer liegt in der Wachau die gut erhaltene Burgruine Aggstein.

Ein Ausflug zur Burgruine ist ein Erlebnis. Sie erkunden die malerische Ruine und genießen von hoch oben einen traumhaften Ausblick über die Donau.

Ursprünglich wurde die Burg Aggstein um 1100 von den Kuenringern zum Schutz der durch das Donautal reisenden Kaufleute errichtet. Manegold von Aggstein war Namensgeber für die Burganlage hoch über der Donau.

In den folgenden 300 Jahren wurde sie mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. In den Jahren von 1429 bis 1436 wurde sie von Jörg Scheck von Wald ausgebaut. Scheck vom Wald verfiel bald dem Raubrittertum und plünderte mit Vorliebe Frachtschiffe, die donauabwärts reisten. Wegen seiner Grausamkeiten nannte man ihn schließlich nur mehr "Schreckenwald".

Das meiste, was heute noch von der Burg zu sehen ist, stammt aus dieser Epoche, so z. B. auch das "Rosengärtlein". Eine Sage rankt sich um diesen 4 m breiten und 10 m langen Felsvorsprung. Im Zuge seiner Schreckensherrschaft soll dort der skrupellose Scheck von Wald seine Gefangenen ausgesetzt und verhungern oder in die Tiefe springen haben lassen.

Als der Verfall der Burg nicht mehr aufzuhalten war, verwendete man Steine und Gebälk zum Aufbau vom Kloster Langegg. Von der ehemaligen Hochburg sind noch Reste des dreistöckigen Frauenturms und des Palas erhalten. Aber selbst die Reste der einst imposanten Burganlage mit ihren hoch in den Himmel ragenden Steinwänden beeindrucken Besucher heute noch. Auf hölzernen Stiegen können die beiden Türme der Burg erklommen werden.

Seit der Sanierung der Burgruine Aggstein stehen Besuchern einige neue Attraktionen offen: Aussichtsplattformen, Informations- und Erlebnisstationen, ein Themenrundweg in der Ruine (der einen ausführlichen Einblick ins mittelalterliche Leben und Treiben gewährt), der neu gestaltete Eingangsbereich, ein Rittersaal sowie bessere Orientierungs- und Leitsysteme.

Tipp: Besonders sehenswerter Adventmarkt, findet Mitte/Ende November statt.

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